Mit einer Kindheit voll Liebe kann man ein halbes Leben hindurch die kalte Welt aushalten.

Jean Paul

Waldorfpädagogik als lebendiger Hintergrund

Für mich ist die Kindertagespflege eine der wundervollsten außerfamiliären Betreuungsmöglichkeiten für unsere jüngsten Kinder. Außerfamiliär – und dennoch familiär in einem kleinen Rahmen.

Nie allein, immer begleitet von einer konstanten Bezugsperson und umringt von liebgewonnenen Spielbegleitern, die schon eine Art geschwisterlichen Charakter tragen. Für Kinder ohne Geschwister ist das etwas Wunderbares.

Die Anthroposophie ist dabei kein Dogma. Sie ist ein warmer Hintergrund – spürbar in der Art, wie wir miteinander umgehen, wie der Raum gestaltet ist, wie der Tag fließt. „Was wir vorleben, ahmen sie nach."

In der Kinderstube bedeutet das: Wir kochen gemeinsam, backen im Herbst, basteln mit Naturmaterialien, hören Geschichten, bewegen uns draußen im Garten. Der Jahreslauf findet sich in Liedern, Sprüchen und Fingerspielen wieder.

Rhythmus gibt Sicherheit

Kleine Kinder lieben Vorhersehbarkeit. Ein verlässlicher Tagesrhythmus ist für sie keine Einschränkung – er ist Geborgenheit.

  • Morgenkreis mit Liedern und Fingerspielen
  • Freispielzeit drinnen und draußen
  • Gemeinsames Frühstück und Mittagessen (frisch gekocht)
  • Mittagsruhe / Schlafen je nach Bedarf
  • Nachmittagsangebot (Basteln, Bewegung, Vorlesen)

Bindungsorientierung nach Emmi Pikler & John Bowlby

Kinder unter drei Jahren brauchen vor allem eines: eine verlässliche Bezugsperson, zu der sie Vertrauen aufbauen können. Die Bindungsforschung zeigt klar: Kinder, die sich sicher gebunden fühlen, erkunden die Welt mutiger, lernen leichter und entwickeln ein stabiles Selbstbild.

Emmi Piklers Ansatz – Achtsamkeit in der Pflege, Respekt vor dem Tempo des Kindes, keine voreiligen Eingriffe – ergänzt die Waldorfpädagogik auf wunderbare Weise. Ich halte inne, beobachte, begleite.

SAFE® und Familienberatung

Als SAFE®-Mentorin (nach Prof. Dr. Karl Heinz Brisch) und zertifizierte FamilyLab-Familienberaterin kann ich Eltern auch in schwierigen Phasen begleiten. Erziehungsfragen, Geschwisterkonflikte, Schlafschwierigkeiten – ich höre zu und schaue gemeinsam mit Ihnen, was helfen kann.

Was uns von einer Kita unterscheidet

In der Kinderstube sind maximal 5 Kinder gleichzeitig da. Das ist kein Zufall – es ist eine bewusste Entscheidung. In einer so kleinen Gruppe erlebe ich jeden Tag, wie sehr die Kinder davon profitieren: weniger Lärm, mehr Ruhe, echte Aufmerksamkeit für jedes Kind.

Ich kenne jedes Kind sehr gut – seine Stärken, seine Vorlieben, seine schwierigen Momente. Und ich kenne auch Sie als Eltern.

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